Die Pädagogik

 

LERNEN...

Von der Geburt bis zum siebten Lebensjahr lernt das Kind fast ausschließlich über die Nachahmung. Es ist in dieser Zeit noch völlig eins mit der es umgebenden Umwelt – wie ein einziges Sinnesorgan, dass alle Eindrücke von außen in seine Innenwelt hinein nimmt.

Was die Kinder in der Natur erleben, wird durch Regen, Lieder, Märchen und Tischpuppenspiele intensiviert. Es wird viel Wert auf die Pflege der Sprache und der Bewegung gelegt. Kleine rhythmische Verse, Finger- und Bewegungsspiele fördern die Entwicklung des Kindes in diesen Bereichen.

Die Entwicklungsfenster der Kinder sind in diesem Alter weit geöffnet. Wir möchten Kinder nicht einseitig intellektuell fördern, sondern versuchen unseren Alltag so zu gestalten, dass ein ganzheitlicher Lernprozess möglich ist.

 
... und SPIELEN

Wie das Lernen, so ist auch das Spielen des Kindes Nachahmung. Die Erzieher in unserer Einrichtung schaffen den Raum, in den sich das Kind hinein entwickeln kann.
Ein Erzieher ist ständig Vorbild und sorgt durch das eigene Tun, durch eigene moralische Werte wie Klarheit und Wahrhaftigkeit und eine lebensbejahende Grundhaltung dafür, dass die Kinder Orientierung erfahren.

Von Bedeutung in den ersten sieben Jahren ist besonders der Rhythmus und die Wiederholungen. Der sich immer wiederholende Ablauf eines jeden Tages, einer jeden Woche und sogar eines jeden Jahres gibt den Kindern Geborgenheit und Sicherheit. Sie erleben, dass die Welt in Ordnung ist: das, was gestern war, ist auch heute so.

Der Tagesablauf in den Krippen und im Kindergarten mit der Einordnung ins Gruppengeschehen und des Phasen des Freispiels gleichen einem Ein- und Ausatmungsprozess, was das Rhythmusgeschehen unterstützt. Regelmäßige Spielzeiten im Freien wechseln sich mit den Freispielphasen in den Gruppenräumen ab.

Im Freispiel bringen die Kinder das zum Ausdruck, was sie bewegt. Die natürlichen Spielsachen lassen der Phantasie der Kinder viel Freiraum und ermöglichen vielfältigste Formen des Spiels.

Im Kindergarten wird an jedem Tag eine besondere künstlerische Tätigkeit hervorgehoben. Es wird mit Wasserfarben gemalt, geknetet, musiziert. An einem Tag der Woche kommt eine Eurythmistin in den Kindergarten und macht mit den Kindern Eurythmie, eine Bewegungskunst, die Worte und Musik in Bewegungen umsetzt.

 
FESTE

Die christlichen Feste im Jahreskreislauf wie Weihnachten, Ostern oder Pfingsten sind aus dem Alltag herausgehoben. Sie werden von den Erzieherinnen liebevoll gestaltet und geben dem Jahr einen Rhythmus.
Unser Kindergarten ist nicht konfessionell gebunden, aber die christlichen Grundwerte wie Ehrfurcht vor Mensch und Natur, Nächstenliebe und Dankbarkeit werden vom Kind erfahren. Auf dem Jahreszeitentisch spiegelt sich das Geschehen der Natur und auch der Jahreszeitenfeste wieder.